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ARCHIV DES NICHTS |
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Presseartikel 2008
„…Und
(Günter) Wallraff ist angetan „sehr beeindruckt“. Im „Büro für
nichts und mehr“ von Stephan US aus Münster will er länger verweilen.
Die Idee vom Nichts fasziniert Wallraff. Die Demonstration für Nichts,
das Archiv des Nichts, Karten für Nichts, Bauchpinsel…Es ist eine ungewöhnliche
Aktion, auf die die Hotelgäste mit Interesse reagieren würden, erzählt
Us dem Schirmherren stolz auf die Nichtigkeiten, die er nach Gera
mitgebracht hat….“ „….Um die Ecke hingegen
forderte eine Installation des Münsteraners Stephan Us (Abb. 14),
sich mit einem weißen Trageschild vor dem Kopf im Öffentlichen Raum
fotografieren zu lassen und das Bild an sein Archiv des Nichts zu
schicken, wo es dann zusammen mit diversen Bearbeitungen des Themas
aufbewahrt wird. Erstmals hatte der Künstler 2007 auf einer Biennale in
Thessaloniki zum Demonstrieren für Nichts aufgerufen, wo Demos ganz im
Gegensatz zu Leipzig nicht nur auf symbolischer Ebene laufen können…..“ „…Nicht gezwungenermaßen
hochphilosophisch, physikalisch oder literarisch, sondern global und stets
mit reichlich Schalk im Nacken. Dazu hat er ein „Archiv des Nichts“
gegründet. Mit Erfolg…..“ „…Aus
der ganzen Welt werden dem Künstler Gegenstände, Texte und Ideen
zugesandt, füllen langsam die Regale, „von trivial bis
hochphilosophisch“, wie Us erklärt. So reiht sich Nietzsche neben
Hollywood-Filmen ein, liegt Dagobert Ducks Versuch, das Nichts mit Gewinn
an den Mann zu bringen, auf einer Diplomarbeit in Kunstgeschichte, steht
neben der Kinderzeichung eines Nikolaus’ mit leerem Sack das Modell
eines japanischen Kampfjets mit Namen „Zero“.…. Heute lebt Us von
und mit einem Netzwerk, das sich mittlerweile um das Thema herum gesponnen
hat. Bekommt hier Anregungen, regt dort gleichzeitig an: „Ich habe das
Gefühl, dass die Menschen sich immer mehr mit dem Thema beschäftigen“,
sagt der Künstler. „In der Überfülle der Gegenwart besteht eine
Sehnsucht nach der Leere.“ |